Strapaze hat sich heute mit bayerischer Volkskunst beschäftigt. Zum Beispiel mit Georg Blädel.
Georg Blädel spielte den Gerichtsdiener in der genialen Vorabendsendereihe "Königlich-Bayerisches Amtsgericht", die die Strapaze in ihrer Kindheit so gerne gesehen hat.
Das ist schon ganz schön dreist und tollpatschig, wie die Jägerschaft im Moment ihr Image aufpoliert. Hier heißt es, dass Jäger die Straßen sicherer machen. Für all die Blondinen und Brünetten, die sich mit den Straßen und Autos auch nicht leichter tun als unsere anmutigen, hilflosen Rehe.
Und hier schaut ein hungriges Reh sehnsuchtsvoll seinem Retter entgegen.
Dass Jäger schießen und töten, kommt natürlich nur ganz selten vor.
Strapaze mag keine Jäger. Jäger sollen sich schämen. Wenigstens für ihre peinlichen Plakate.
Der erste Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, sagte: „Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit."
Gestern in Regensburg, das Haus besucht, in dem die ganz, ganz junge Strapaze mit 18 Jahren wohnte. Eine unvergessliche Wohnung. Und es ändert sich nie etwas an diesem Haus. Es ist immer hellblau, und auch die Tür ist noch die gleiche. Wie lang ist das doch her. Doch diese Tür ist eine der wichtigsten in Strapazes Leben. Durch die hinaus ist sie ihrem selbstständigem Leben entgegengelaufen.
In der Wohnung, zu der das Fenster links daneben gehört, wohnte Frau K. Sie war schon über 80 und sah noch älter aus und hatte im Leben niemals vor, einen Beliebtheitswettbewerb zu gewinnen. Sie mochte schöne Menschen sehr gerne und weniger schöne gar nicht. Aus diesem Grunde hingen auch Bilder von Karol Woityla, dazumal Papst, und Elvis Presley einträchtig nebeneinander über dem Sofa. Auf dem Fernseher stand ein Bild ihres hübschen, im Krieg gefallenen Sohnes, der dem Elvis recht ähnlich sah. Strapaze bekam regelmäßig Schimpfe, wenn sie wieder einmal zugenommen hatte, verbunden mit der Order, fortan nur noch Salat zu essen so wie ihre drei beneidenswert schlanken Töchter. Jedenfalls etwas zu unternehmen, um der häufig am Fenster sitzenden Frau K. beim Zulaufen auf die Haustür nicht so einen beleidigend fetten Anblich zu bieten. Ruhe in Frieden, liebe Frau K.